Sexualstörungen in der Partnerschaft

Ein erfülltes Sexualleben wird von den meisten Menschen als wichtig in einer guten Beziehung angegeben. Sexualität ist nicht umsonst einer der Urtriebe des Menschen. Kommt es in Sachen Sex in einer Partnerschaft zu dauerhaften Problemen, bleibt dies meist nicht folgenlos für die Beziehung. Ausgeprägte Sexualstörungen in der Partnerschaft können mitunter ein Trennungsgrund sein, wenn ein Paar keinen Weg findet, diese zu beheben.

Was versteht man unter einer Sexualstörung in der Partnerschaft?

SexualstörungGenerell ist unter einer Sexualstörung der Partnerschaft jedes andauernde Gefühl der Partner oder eines Partners zu verstehen, dass die Sexualität nicht mehr als erfüllend, mehr noch als belastend angesehen wird. Dabei kann die Sexualstörung viele verschiedene Gesichter haben: Libidoverlust, Lustlosigkeit, Erektionsstörungen, unerfüllte Wünsche wegen mangelnder Kommunikation sind nur einige Beispiele für die möglichen Formen einer Störung des Sexuallebens. Wichtig ist dabei zu wissen, dass es in praktisch allen längeren Beziehungen zu Phasen kommt, in denen die Sexualität in den Hintergrund tritt. Von einer Sexualstörung sollte nur gesprochen werden, wenn dieser Zustand lange anhält und auch zum Problem zwischen den Partnern wird.

Welche Ursachen kann eine Sexualstörung in der Partnerschaft haben?

Phasen, in denen die Sexualität in der Paarbeziehung eine untergeordnete Rolle spielt, können wie bereits erwähnt vollkommen normal sein. So verändert beispielsweise die Geburt eines Kindes eine Partnerschaft und lässt intime Zweisamkeit erst einmal in den Hintergrund rücken. Gerade die Stillzeit und die damit verbundene hormonelle Umstellung sorgt bei vielen Frauen auch für eine sehr trockene Scheide, was Schmerzen beim Verkehr verursachen kann. Dies kann auch in den Wechseljahren auftreten. Zusätzlich kann auch hier die veränderte hormonelle Situation vorübergehend zum Libidoverlust führen. Frauen sollten hier keine Scheu haben, ihren Gynäkologen nach einem Mittel gegen die Scheidentrockenheit zu fragen. Neben solchen körperlichen Ursachen können aber auch seelische Probleme zu Lustlosigkeit und Erektionsproblemen führen. Unausgesprochene Konflikte in der Partnerschaft können die Sexualität immens belasten. Beim Sex muss man sich fallen lassen können – dies gilt insbesondere für Frauen. Steht ein Problem zwischen den Partnern, ist dies im Hinterkopf oft so präsent, dass eine lustvolle sexuelle Vereinigung nicht mehr möglich ist.

Was tun bei einer Sexualstörung der Partnerschaft?

Hat ein Partner das Gefühl, dass das Sexualleben über einen langen Zeitraum nicht mehr erfüllend ist, steht ein wichtiger Schritt an: Darüber reden. Gerade dies fällt aber vielen Paaren sehr schwer. Insofern kann auch ein liebevoller Brief an den anderen ein erster Schritt sein. Sind die ersten Worte einmal heraus, kommt oft ein sehr gutes Gespräch zustande. Dieses sollte von gegenseitigem Respekt und dem Willen zur Veränderung geprägt sein – Vorwürfe sind fehl am Platze und führen in der Regel auch nicht zu dem Ergebnis, dass das Sexualleben wieder lustvoller wird. Seelische Probleme kann man nur lösen, indem man darüber spricht. So manches Erektionsproblem hat schon schlagartig nach einem intensiven Gespräch zwischen den Partnern aufgehört! Manche Frau und auch mancher Mann empfinden es als belastend, dass die Frau nur schwer beim Sex einen Orgasmus erlangt. Schnell führt dies zu innerem Druck bei beiden. Hier hilft es zu wissen, dass es zum einen völlig normal ist, dass der weibliche Körper schwerer zum Orgasmus kommt als der männliche. Sex muss auch nicht immer im Orgasmus enden. Vielen Männern verschafft es große Erleichterung zu wissen, dass ihre Partnerin das Sexualleben auch als schön und erfüllend ansieht, ohne immer einen Orgasmus zu haben. In einem vertrauensvollen, intimen Gespräch sollten Frauen aber auch keinerlei Scheu haben, ihrem Partner zu sagen, welche Stimulation ihnen beim Sex am besten gefällt. Viele unerfüllte Wünsche stehen oft nur wegen mangelnder Kommunikation, nicht wegen mangelnder Bereitschaft des Partners im Raum. Offene, liebevolle Worte können hier schnell Abhilfe verschaffen und wieder zu einem lustvollen Sexualleben führen.

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Ich bin kein Gesundheitsberater... nur Student! Versuche aber mein bestes! ;)

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