Gesundheitsfördernde Nahrungsmittel

Viele pflanzliche Nahrungsmittel besitzen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe besondere Heilkräfte. Sie stärken das Abwehrsystem, beugen Erkrankungen vor oder beseitigen unterschiedliche Beschwerden.

Meerrettich stärkt das Immunsystem

Meerrettich ist ein traditionelles Gemüse, das als Gewürz oder Heilmittel verwendet wird. In einigen Regionen bezeichnet man ihn als Kren, Merch oder Kree. Die Pflanze zählt zu den Kreuzblütengewächsen. Sie gedeiht in der freien Natur ebenso wie im heimischen Garten. Meerrettich benötigt wenig Pflege, dafür aber Platz, um sich auszubreiten.

In der Küche wird seine Wurzel verwendet. Aufgrund ihrer Schärfe dient sie als Beigabe zu Suppen, Soßen, Salaten oder als Aufstrich. Im unverarbeiteten Zustand erscheint der Wurzelstock geruchlos. Erst mit dem Schneiden oder Reiben wird ein Geruchs- und Geschmacksstoff freigesetzt, welcher die Nase, die Augen und die Schleimhäute reizt. Es handelt sich dabei um das Allylsenföl.

Bei längerer Lagerung oder beim Kochen verliert der Stoff seine Wirkung, so dass in der Küche häufig die frische Meerrettichwurzel verwendet wird. Wird Meerrettich mit Senf oder Sahne gemischt, lässt er sich für eine gewisse Zeit konservieren, wobei das Gemisch eine milde Schärfe besitzt. Das Aufbewahrungsgefäß muss immer gut verschlossen sein.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Meerrettichs zählen die Vitamine B1, B2 sowie B6 und C, die Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Kalium. Weiterhin versorgt das Gemüse den Körper mit Eisen und Phosphor. Ätherische Öle sowie Flavone sorgen für eine antibiotische Wirkung, weshalb Meerrettich als Hausmittel gegen Erkältungsbeschwerden gilt und zur Stärkung der Abwehrkräfte benutzt wird. Außerdem kann er äußerlich angewendet werden. Ein Mix aus gequetschten Kartoffeln und geriebenem Meerrettich kann als Umschlag verwendet werden. Er vertreibt den Hexenschuss und löst Muskelverspannungen.

Senf regt die Verdauung und den Appetit an

Mit der richtigen und ausgewogenen Ernährung läßt sich dem Jo-Jo-Effekt vorbeugen - Foto: © Aaron Amat - Fotolia.com

Mit der richtigen und ausgewogenen Ernährung läßt sich dem Jo-Jo-Effekt vorbeugen – Foto: © Aaron Amat – Fotolia.com

Auch der Senf zählt zu den scharfen Gewürzen. In der Küche werden die ganzen Samenkörner der Schwarzen oder Weißen Senfpflanze verwendet. Ebenso kommen Senfpulver und diverse Tafelsenfvarianten zum Einsatz. Letztere entstehen, wenn die gemahlenen Senfkörner mit Traubenmost, Essig, Salz und verschiedenen Gewürzen vermengt und anschließend fermentiert werden. Durch weiteres Mahlen erhält die Masse ihre sämige Konsistenz. Während die weißen Senfkörner als Gewürz beim Einlegen von Gurken, Kürbissen und anderen Gemüsesorten dienen, lassen sich mit Tafelsenf Fleisch- und Fischgerichte würzen und geschmacklich ergänzen.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Senfkorns zählen Eiweiß und Senföl sowie die Geschmacksstoffe Sinigrin oder Sinalbin. Letztere besitzen eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung. Seine Schärfe erhält der Senf durch das Enzym Myrosinase, welches beim Mahlen des Samens und durch die Zugabe von Flüssigkeit aktiviert wird. Werden Senfkörner im Ganzen verzehrt, besitzen sie also noch keinen scharfen, sondern einen nussigen Geschmack.

Knoblauch senkt Blutfette

Knoblauch ist ein Lauchgemüse, das zum Würzen und Heilen dient. Er besitzt einen intensiven Geruch und viele wichtige Inhaltsstoffe. Knoblauch liefert sehr viel Selen. Aus der Heilkunde ist bekannt, dass er Bakterien bekämpft und Thromben verhindert. Der regelmäßige Verzehr von Knoblauch senkt die Blutfette.

In der Küche werden sowohl die ganzen, angedrückten Knoblauchzehen, als auch geschnittener oder geriebener Knoblauch verwendet. Ebenso kann ein Knoblauchpulver hergestellt werden, welches eine längere Haltbarkeit besitzt. Knoblauch passt zu Suppen und Soßen ebenso wie zu Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichten. In der mediterranen Küche kommt er beinahe überall zum Einsatz. Ihre besondere Schärfe erhält die Knoblauchzehe erst durch das Zerschneiden oder Zerdrücken, wenn ein im Inhaltsstoff Alliin befindliches Enzym aktiviert und nachfolgend zur Verbindung Schwefelwasserstoff umgewandelt wird.

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