Wie kann man den Jo-Jo-Effekt verhindern?

Der Jo-Jo-Effekt

Als Jo-Jo-Effekt wird eine rasche Zunahme von Gewicht, nach einem beabsichtigten Gewichtsverlust durch eine Diät, bezeichnet. Das Körpergewicht schnellt auf seinen vorherigen Wert zurück oder übersteigt ihn sogar. Da darauf von den Betroffenen häufig mit erneuten Diäten reagiert wird, nach denen es meist erneut zur Rückgewinnung oder Übersteigung des Ausgangsgewichtes kommt, wird vom Jo-Jo-Effekt gesprochen.

Ursachen des Jo-Jo-Effekts

Der Jo-Jo-Effekt entsteht häufig, wenn die Gewichtsabnahme durch eine Reduktionsdiät zu schnell und massiv vorangetrieben wurde. Derart unter Schock, stellt der Organismus auf den sogenannten Hungerstoffwechsel um. Der Grundumsatz an Kilokalorien wird stark herabgesetzt. Wenn nach dem Erreichen des Wunschgewichtes nach der Diät wieder eine höhere Zahl an Kalorien konsumiert wird, verbraucht der Körper immer noch nur einen geringen Teil für den Grundumsatz – die überschüssigen Kalorien legen sich, in Fett umgewandelt, bald wieder als Polster um die Hüften.

Die physische Ursache liegt also im geänderten Stoffwechsel – die psychische Ursache dürfte häufig in Ungeduld bestehen oder der, meist falschen, Annahme, den Jo-Jo-Effekt umgehen zu können.

Wie kann man vorbeugen?

Mit der richtigen und ausgewogenen Ernährung läßt sich dem Jo-Jo-Effekt vorbeugen – Foto: © Aaron Amat – Fotolia.com

Als Gegenmaßnahme eignen sich je nach Fall unterschiedliche Strategien. Liegt tatsächlich ein durch Überernährung verschuldetes bedenkliches Übergewicht vor, so ist eine Reduzierung der täglich konsumierten Kalorien selbstverständlich sinnvoll und unter Umständen medizinisch notwendig. Unter ärztlicher Aufsicht kann ermittelt werden, wie stark die Essensmenge reduziert werden darf, um keine zu große Belastung für den Organismus darzustellen. Liegt kein schwerwiegender Fall von Übergewicht vor, sondern besteht bei einer normalen Figur oder nur leichtem Übergewicht der Wunsch, einige Kilo zu verlieren, so sollte eine langsame und behutsame Umstellung des Stoffwechsels auf weniger Nahrung bzw. eine geringere Kalorienzufuhr erfolgen. Dem Körper muss Zeit gegeben werden, sich an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen. Dies fällt besonders bei einem dringenden Wunsch nach rasantem Gewichtsverlust und der daraus resultierenden Ungeduld schwer. Es muss jedoch beachtet werden, dass der Jo-Jo-Effekt jeden durch Mühe und Strapazen so schnell gewonnenen Erfolg rasant wieder zunichtemachen kann. Als weitere Motivation, eine Gewichtsabnahme langsam und kontrolliert voranzutreiben, könnte, fernab der Jo-Jo-Effekt-Problematik, die Erkenntnis dienen, dass eine zu radikale Gewichtsabnahme in kurzer Zeit für den Körper eine Belastung darstellt und ungesund ist. Unter anderem können Kreislaufprobleme, abfallender Blutdruck, Unterzuckerung und Schwäche die Folge sein.

Eine weitere Möglichkeit, den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, besteht neben einer Kalorienreduktion darin, die Ernährungsweise zu verbessern. Bei der Umstellung auf eine gesündere Ernährung, die unter anderem auf die maßvolle Verwendung von Fett und Zucker, viel frisches Gemüse und Obst, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtet, stellt der Jo-Jo-Effekt kaum eine Bedrohung dar. Auf diese Weise wird keine eigentliche Diät, die einen Anfang und ein Ende hat, betrieben, sondern eine im besten Fall lebenslang dauernde Umstellung erfolgt, die neben einem möglichen Gewichtsverlust weitere gesundheitliche Vorteile bietet.

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