Gestörte seelische Gesundheit – Die Gefahr des 21. Jahrhunderts

Es existieren unterschiedlie Wege zur seelischen Gesundheit.

Schon Juvenal wusste um die Bedeutung der seelischen, psychischen und körperlichen Gesundheit: Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano. (Beten sollte man darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei.) Psyche, Seele und Körper stehen in einem engen Zusammenhang. Das eine wirkte auf das andere. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mit Herausforderungen verschiedener Art konfrontiert. Wie er diese bewältigt, hängt nicht zuletzt von seiner seelischen Gesundheit ab. Nicht nur der Körper muss versorgt und gesund erhalten werden, auch Psyche und Seele bedürfen der Pflege.

Körper, Geist und Seele

Alles hängt mit allem zusammen. Körperliche Gesundheit allein ist nicht denkbar. Das hat mittlerweile auch die Schulmedizin erkannt. Psychosomatik ist ein sich stetig entwickelnder Wissenschaftszweig, der eng mit Psychologie, Neurologie und Allgemeinmedizin verbunden ist.

Seelische Gesundheit bildet eine wesentliche Voraussetzung für ein erfülltes Leben. Die Aufmerksamkeit, die man der körperlichen Entwicklung des Heranwachsenden schenkt, sollte man auch auf sein seelisches Wachstum richten. Das Leib-Seele-Problem, seit der Antike zentraler Topos der Philosophie, findet bis heute im realen Bewusstsein zu wenig Beachtung. Psychische Erkrankungen werden immer noch bagatellisiert. Dabei ist es offensichtlich, dass Störungen der seelischen Gesundheit zu einer deutlichen Minderung der individuellen Lebensqualität führen können. Häufig wird die psychische Disharmonie erst wirklich wahr- und ernstgenommen, wenn sie sich auch körperlich äußert.

Die Nichtachtung der Psyche geht so weit, dass selbst der Betroffene eine Schädigung seiner seelischen Vitalität herunterspielt. Während bei körperlichen Gebrechen rechtzeitig ein Spezialist konsultiert wird, werden seelische Probleme kaum beachtet. Das hier ebenso gravierende Schäden entstehen können, ist kaum jemandem bewusst. Während man sich um seinen Körper prophylaktisch bemüht, mangelt es an Sorge um die Seele.

Das Lateinische unterscheidet zwischen Animus und Anima. Der Begriff Animus umfasst die menschliche Seele, das Empfinden, Denken, Begehren sowie das geistige Erleben. Anima ist die physisch-seelische Lebenskraft, der Atem als Lebensprinzip. Beide sind miteinander verbunden. Ein vitaler Mensch verfügt ganzheitlich über eine gesunde Seele, einen gesunden Geist und einen gesunden Körper. Diese Trias sollte immer im Zusammenhang gesehen werden.

Die Krise der modernen Welt

Unsere Welt ist von permanenter, sich immer mehr beschleunigender Veränderung bestimmt. Wachstumsstreben und Fortschrittsglaube zerstören Natur und Umwelt. Der Einzelne ist zur Anpassung gezwungen. Er muss sich integrieren, hat hip, schnell und immer verfügbar zu sein. Das Privatleben als Rückzugsraum schwindet. Es ist durchkommerzialisiert und durch einen vermeintlich individuellen Aktionismus geprägt. Medien ersetzen zunehmend Kommunikation. Ersatzhandlungen verdrängen natürliches Erleben. Echte eigene Entscheidungen in Beruf und Privatbereich sind kaum noch möglich bzw. mit deutlichen Risiken verbunden. Ein Tag ohne Internet wird als persönliches Desaster empfunden. Der Verlust des Smartphones ist der private Super-GAU.

Doch so wie die Brüche des globalen Wirtschaftssystems immer deutlicher werden, werden es auch die pathogenen Faktoren. Die Krise der Gesellschaft spiegelt sich in den Krisen des Einzelnen.

Die psychischen Reaktionen sind vielfältig: Ängste, Sorgen nehmen zu, führen zu Depressionen, Schlaf- und Essstörungen, erzeugen Aggressionen. Stress geht mit chronischen Verspannungen, Kopfschmerzen etc. einher. Einsamkeit nimmt zu. Es mangelt an Kraft, die eindeutig ungesunden Zirkel zu durchbrechen und wirklich eigene Lebenskonzepte umzusetzen. Der Weg zur eigenen Gesundheit würde ein buchstäbliches Abschalten und damit den Verlust der vermeintlichen Gemeinschaft bedeuten. Das macht Angst.

Wege aus der Krise

Wer spürt, dass er sich über einen längeren Zeitraum nicht wohl fühlt, hat die Kraft und den Willen, etwas zu verändern. Lethargie und Anpassung sind kein Ausweg. Krankheit als seelisch-psychische Reaktion ist ein Zeichen, über die Ursachen nachzudenken und seine Lebensweise umzustellen. Krankheit ist immer auch eine Chance.

Der erste Schritt aus der bedrängenden Situation ist die Annahme dieser Situation, die Annahme der Erkenntnis, dass etwas nicht stimmt. Verdrängung ist keine Option. Der zweite Schritt ist die Suche nach einem Ausweg, die Suche nach Hilfe.
Es gibt verschiedene seriöse Therapiemöglichkeiten. Der Therapieansatz sollte einem selbst und der Problematik entsprechen. Manchmal müssen die Ursachen der seelischen Erkrankung erst abgeklärt werden. Dies kann mit Hilfe eines Psychologen erfolgen.
Ob Tiefenpsychologie oder Verhaltenstherapie angebracht sind, richtet sich auch nach den eigenen Einstellungen und Erwartungen. Von Selbstmedikationen sollte man absehen. Eine Behandlung der Symptome bringt auf Dauer keine Verbesserung der gesamten Situation, sondern kann sogar zu weiteren Abhängigkeiten führen. Ein ganzheitlicher Ansatz sollte immer Priorität haben.

Eine Alternative kann die Arbeit mit einem professionell ausgebildeten Clearing- und Reinkarnationstherapeuten sein. Die Ursachen abklären, an Veränderungen und Alternativen arbeiten, kann zu einer dauerhaften, seelischen Gesundheit führen.

Störungen der seelischen Gesundheit bedürfen der Behandlung. Der Pflege der Seele sollte man die gleiche Aufmerksamkeit widmen, wie der körperlichen Fitness. Das Leben selbst stellt eine fortwährende Herausforderung dar, der man sich stellen muss. Die äußere Welt, in ihrer rasanten Entwicklung, konfrontiert einen mit Aufgaben, denen man sich nicht entziehen kann. Psychische Vitalität ist eine Voraussetzung, um die Probleme des privaten sowie des beruflichen Lebens zu bewältigen. Bei Fragen der seelischen Gesundheit sollte man sich gegebenenfalls auch kompetente Hilfe suchen.

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