Impfen – Für und Wider

Impfungen sind ein fester Bestandteil des Vorsorgeprogramms, das jedes Kind in Deutschland bereits ab dem 2. Lebensmonat bis hinein ins Grab begleiten sollte. So zumindest die Vorstellung der überwiegenden Mehrzahl der Mediziner. Nicht zu bestreitender Fakt ist, dass Impfungen bereits viele lebensbedrohliche Krankheiten verhindert haben. Schwerwiegende Krankheiten wie die Kinderlähmung (Poliomyelitis) konnten mit ihnen in der westlichen Welt praktisch ausgerottet werden.

Bereits mit 2 Monaten erhalten Kinder vom Kinderarzt die ersten Impfungen, diese werden als Standartimpfung bezeichnet, welche die Grundimmunisierung der Bevölkerung sicherstellen sollen. Zu diesen Standartimpfungen gehören: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Kinderlähmung, Pneumokokken, Masern, Mumps, Röteln und andere.

Allerdings ist festzustellen, dass längst nicht alle Menschen den Impfungen positiv gegenüberstehen. Bereits mit dem Aufkommen der ersten Impfungen gab es beständig Impfgegner, die diese mit verschiedensten Argumenten ablehnten. Nebenwirkungen sind dabei ein beständig großes Thema, aber auch alternativmedizinische, esotherische und andere weltanschauliche Gründe werden für die Ablehnung genannt. Auch gab es immer wieder Berichte über schwerwiegende Nebenwirkungen, die verschiedene Impfstoffe in Zusammenhang brachten mit Autismus, Asthma, Allergien und Fällen von plötzlichem Kindstod.

Nach aktueller Studienlage können alle diese vermuteten Zusammenhänge allerdings als widerlegt gelten. Ältere Studien, die diese Zusammenhänge teils nahelegten (und auf die sich bis heute Impfgegner berufen) waren oft von schlechter Qualität. Trotzdem ist eine steigende Tendenz zu beobachten, Impfungen auszulassen, besonders ‚harmlose‘ Kinderkrankheiten wie Masern zu impfen gilt bei vielen Eltern als unnötig. Dabei wird außer acht gelassen, dass diese Kinderkrankheiten keineswegs harmlos sind: In einigen Fällen kann die Krankheit schwere Komplikationen wie Hirnhautentzündungen nach sich ziehen, welche zu schwersten Behinderungen und sogar zum Tod der betroffenen Kinder führen – diese sind nicht zu unterschätzen!

In Deutschland existiert seit 1972 die ständige Impfkommission (STIKO), einberufen vom Gesundheitsministerium unterstützt dieses 16-köpfige Expertengremium die Politik in der Frage, welche Schutzimpfungen für die Bevölkerung (und gegebenenfalls: welche Bevölkerungsteile) notwendig oder wünschenswert wären. Von der STIKO ausgesprochene Impfempfehlungen müssen seit 2007 von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. In der Kritik ist die STIKO seit Jahren durch die Nähe ihrer Mitglieder zur Pharmaindustrie – mindestens 12 der 16 Mitglieder sollen gleichzeitig zu ihrer Arbeit bei der STIKO Nebentätigkeiten für die Pharmaindustrie ausführen.

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Moin. Ich möchte Dich über Gesundheitsprävention informieren.

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